Das Versprechen und die Realität
Dating-Apps und Partnerbörsen versprechen die große Liebe per Algorithmus. Profil ausfüllen, Foto hoch, ein paar Fragen beantworten, und das System findet den perfekten Menschen für dich. So die Theorie.
In der Praxis: endloses Wischen, Postfächer voller halbherziger Nachrichten und das Gefühl, in einem Meer aus Profilen trotzdem niemanden zu finden. Woran liegt das?
Warum es nicht funktioniert
Eine zufriedene Nutzerin in einer glücklichen Beziehung kommt nicht zurück. Deshalb ist es für viele Apps gar nicht im Interesse, dass du schnell jemanden findest, der Algorithmus hält dich lieber am Wischen.
Dazu kommt der Fokus aufs Profil. Es entscheidet das Foto, nicht das Gespräch. Wer sich nicht gut vermarkten kann, geht unter, egal wie nett er ist. Und das ständige Aussortieren macht müde statt neugierig.
Am Ende bewertest du Menschen wie Produkte im Schaufenster, bevor auch nur ein Wort gefallen ist.
Zu viel Auswahl, zu wenig Mut
Mehr Auswahl klingt gut, bewirkt aber das Gegenteil. Egal mit wem du gerade schreibst, es könnte ja noch jemand Spannenderes kommen, nur einen Wisch weiter. Also gibt sich keiner so richtig Mühe.
So wird jeder für jeden austauschbar, und aus der großen Auswahl wird am Ende vor allem große Lustlosigkeit.
Kein Algorithmus berechnet, ob es knistert
Die Apps werben mit cleveren Matching-Algorithmen, die deinen perfekten Menschen finden sollen. Nur: Ob zwischen zwei Leuten etwas geht, lässt sich nicht aus ein paar Profilangaben und einem Sternzeichen ausrechnen.
Der Funke entsteht im Gespräch, oder eben nicht. Genau deshalb sortieren dir Filter oft die Falschen weg und die Richtigen gleich mit.
Der ehrlichere Weg: einfach reden
Im Chat dreht sich alles um genau das, was bei Dating-Apps zu kurz kommt: das Gespräch. Kein Profil, kein Foto-Urteil, kein Algorithmus, der entscheidet, wen du überhaupt zu sehen bekommst.
Auf der Chatinsel kommst du ohne Anmeldung ins Gespräch. Im offenen Chat triffst du Leute, und wenn es funkt, geht es privat zu zweit weiter. Ob daraus ein netter Abend, eine Flirterei oder mehr wird, entscheidet ihr, nicht ein System.